Stärkere Unterstützung des Ehrenamtes

Ehrenamt an der Universität ist unterstützenswert. Neben den Gremien setzen sich viele Studierende in lokalen Initiativen und Vereinen ein. Die Universität sollte dieses Engagement unterstützen und nicht behindern.

 

Um eine aktivere studentische Beteiligung an der Hochschulpolitik zu ermöglichen, fordern wir die strikte Einhaltung des von Lehrveranstaltungen befreiten, sogenannten Gremienmittwochs. Denn ohne einen festgelegten Zeitraum in der Woche, der für die Sitzungen universitärer Gremien von allen Lehrveranstaltungen frei gehalten wird, wäre deren Arbeit nicht möglich. Dies sollte auch dazu führen, dass Gremienmitglieder, die aufgrund ihrer Gremienarbeit Leistungsnachweise nicht erbringen können (z.B. verpasste Klausuren), besondere Möglichkeiten erhalten sollten, diese nachzuholen (z.B. benotete Nachholklausur statt unbenotet).

 

Wir fordern darüber hinaus, dass es möglich sein sollte, ein Gremienfreisemester für die ehrenamtliche Arbeit zu bekommen. Dieses sollte wie ein Urlaubssemester genommen und nicht als Fachsemester gezählt werden, aber die Erbringung von Leistungsnachweisen nicht verhindern (z.B. Anrechnung von Praktika, Klausuren, etc.). Viele AStA-Referent_innen und auch aktive Fachschaftsmitglieder können es sich nicht mehr leisten, aufgrund ihrer Gremientätigkeit ihr Studium für ein Semester oder ein Jahr zu vernachlässigen. Dies liegt an der geforderten Einhaltung der Regelstudienzeit, da man beispielsweise finanziell durch die Langzeitstudiengebühren gebunden ist (während sich Gremienarbeit beim Bafög-Amt sogar anrechnen lässt).

 

Die Grüne Hochschulgruppe fordert deshalb eine bessere Unterstützung der im Niederländischen Hochschulgesetzes festgelegten, studentischen Vertretungsarbeit. Diese muss laut Gesetzgeber ausgeführt werden. Uns ist unverständlich, warum jede*r Professor*in bei Gremienarbeit für ihren/seinen Mehraufwand entschädigt, den Studierenden das Leben aber durch äußere Vorgaben schwerer gemacht wird. Daher setzen wir uns dafür ein, dass das Gremienfreisemester eingeführt wird, um eine durchgehende Arbeit in den Gremien zu gewährleisten, die nicht durch Studiengebühren sanktioniert wird.

 

Gremientätigkeit muss honoriert werden. Eine finanzielle Förderung sehen wir allerdings in Anbetracht der Ehrenamtlichkeit der Ämter als kritisch. Daher möchten wir erreichen, dass Engagement für alle Studiengänge als Studienleistung anrechenbar wird. Insbesondere bei den studentischen Initiativen und AstA-Referent_innen können wir uns dies vorstellen. Ehrenamtsentschädigungen für StuRa-Präsidium und AStA müssen im Laufe der Zeit anpassbar bleiben und dem Zeitaufwand entsprechen.