Keine Abschiebungen in Osnabrück!

Viele von euch werden es bereits mitbekommen haben, die sozialen Netzwerke sind voll davon und auch überregionale Medien berichteten bereits: Osnabrücker Menschen machen derzeit von sich reden, weil sie seit März diesen Jahres nun bereits zum zehnten Mal erfolgreich eine Abschiebung verhindert haben.

Angefangen mit den Aktionen hatte die Gruppe NoLager. Seitdem verwaltet sie zusammen mit der AG Flüchtlingshilfe eine offene Telefonliste, mit deren Hilfe sich die Interessierten gegenseitig auf kommende Abschiebungen hinweisen. Im März waren es noch an die 40 Personen, die sich vor der Flüchtlingsunterkunft „An der Petersburg 6“ eingefunden hatten, um die Vollstreckungsbeamt*innen der Asylbehörde an ihrem Job zu hindern. Seitdem hat sich die Anzahl zwischen 80 und 120 Engagierten eingependelt. Die Zusammensetzung könnte dabei bunter kaum sein, so der Kommentar vom NoLager-Aktiven Philipp Ströhle: „Das Besondere an den Zusammenkünften ist die spontane Zusammenarbeit von sonst völlig heterogenen Gruppen und Organisationen. Da sind Mitglieder von Kirchengemeinden und Geistliche, Schüler*innen und Studierende, Parteimitglieder und flüchtlingspolitisch Aktive, Linke und autonome Antifa-Gruppen, sowie junge und alte Menschen.“

Bislang tauchte zwar immer wieder ein Fahrzeug der Behörde zu den Uhrzeiten der angekündigten Abschiebungen vor dem Gebäude auf, doch scheinen sie bislang davon abgesehen zu haben, auf den friedlichen Protest mit einem Gesuch um Amtshilfe bei der Polizei zu reagieren. Der Osnabrücker Polizeipräsident ließ überdies in einem NDR-Interview vom vierten Juli seine Sympathie mit den Verhinderungen durchblicken, ein Polizeieinsatz sei auch schlicht unverhältnismäßig.

Wer auf die Telefonliste möchte um mitzumachen, wendet sich bitte an Philipp Ströhle (philipp.stroehle(at)mail.de).
(pm)

(Dieser Artikel erschien ebenfalls in unserer 2. Ausgabe des Grünsprechts.)



 

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